Waschen ohne Wasser – Was intelligente Waschmaschinen können und zukünftig leisten sollen

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Energiesparprogramme für Waschmaschinen sind bereits seit längerem im Einsatz. Weil der Waschvorgang überwiegend bei niedrigeren Wassertemperaturen abläuft, kann damit bis zu 40 Prozent Strom gespart werden. Sauber wird die Wäsche trotzdem, denn die Einwirkzeit der Lauge wird um bis zu 20 Minuten verlängert. Neuere Waschmaschinen sind inzwischen mit weiteren Extras ausgestattet, die Strom, Wasser und Waschmittel sparen. Dadurch werden auch die Umwelt und der Geldbeutel der Verbraucher geschont.

Beladungserkennung und Dosierempfehlung

Die sensorgesteuerte Beladungserkennung misst das Gewicht der Wäsche in der Maschine und zeigt sie über eine Füllstandsanzeige an. Dadurch wird eine Unter- oder Überbeladung verhindert. Auch eine Empfehlung für die Waschmittelmenge ist durch die Sensortechnik möglich. Sie wird ebenfalls im Display der Waschmaschine angezeigt. Eine Unter- oder Überdosierung des Waschmittels wird somit vermieden.

Automatische Waschmitteldosierung

Noch einen Schritt weiter als die Dosierungsempfehlung im Rahmen der Beladungserkennung geht die automatische Waschmitteldosierung. Das meist flüssige Waschmittel befindet sich in einem Behälter in Kammern der Waschmittelschublade oder in einem externen Behälter auf der Waschmaschine. Nur wenn die Behälter leer sind, müssen sie aufgefüllt werden. Waschmaschinen, die mit der sogenannten „Fuzzy-Logik“ ausgestattet sind, können sogar den Verschmutzungsgrad der Wäsche ermitteln. Bei stark verschmutzter Wäsche wird dann automatisch mehr Waschmittel verwendet als bei nur leicht verschmutzter Wäsche.

Mengenautomatik

Mit dieser Funktion werden der Wasserverbrauch und die Waschzeit dem Beladungsgewicht sowie dem Verschmutzungsgrad der Wäsche angepasst. Nur solange die Wäsche zu Beginn des Waschvorgangs in der Durchfeuchtungsphase Wasser aufsaugt, wird Wasser eingespeist. Die Spülwassermenge wird ebenfalls individuell angepasst. So viel wie nötig und so wenig wie möglich soll es sein. Weil kein überflüssiges Wasser erhitzt werden muss, wird nicht nur Wasser sondern auch Strom gespart.

Waschmaschinen der Zukunft – Waschen ohne Wasser?

Forscher in Großbritannien sind dabei, eine Waschmaschine zu entwickeln, die nur einen Becher Wasser verbraucht. Statt Wasser sollen Plastikpellets aus Nylon den Schmutz aus der Wäsche lösen. In Japan wurde schon 2006 ein Modell konstruiert, das mit Ozon anstelle von Wasser reinigt. Dieses System hat sich jedoch nicht durchgesetzt. In Amerika wird mit Trockeneis experimentiert. Gefrorenes Trockeneis soll in der Waschmaschine gasförmig werden und durch den entstehenden Druck die Wäsche reinigen. Der Schmutz soll über ein Rohr aus der Waschtrommel herausgeleitet werden. Die Ansätze für das Waschen ohne Wasser sind sehr unterschiedlich. Noch hat aber keiner von ihnen Marktreife erlangt.

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