Wohnen im Alter: Intelligente Zukunftstechnik für Senioren

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Es gibt neue Technologien, die alltägliche Kleinigkeiten automatisieren, um das Leben für Senioren einfacher und sicherer zu gestalten. Älteren Menschen ist es, selbst wenn die Kräfte langsam nachlassen, enorm wichtig, weiterhin für sich und andere Verantwortung zu übernehmen. Moderne Technik und neue Medien können sie dabei unterstützen. Dazu gehören technische Ausstattungen wie Einbruch- und Rauchmelder, Sturzmelder, Hausnotruf, das automatische Abschalten von Gefahrenquellen wie Herd und Bügeleisen sowie die Onlineberatung beim Arzt bzw. Apotheker oder auch das Buchen der Urlaubsreise am PC, die dazu beitragen selbstständig zu bleiben und soziale Kontakte zu pflegen.

Sensoren in der Senioren-Wohnung

In einer intelligenten Wohnumgebung schalten sich beispielsweise in der Nacht auf dem Weg zur Toilette automatisch die Lampen ein. Sensoren des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung in Darmstadt, die am Lattenrost des Betts montiert werden, verändern durch Verlassen des Bettes ihre Spannung oder messen die Helligkeit im Raum. Die Lichter zum Bad werden eingeschaltet, sobald es dunkel ist. Solche Technologien, bei denen Wohnungen mit Sensoren gespickt sind, werden unter der Bezeichnung „Ambient Assisted Living“ zusammengefasst. Dazu gehören ebenfalls Warnsignale, die dann ertönen, wenn etwa die Balkontür offen steht.

Sicherheit durch Falldetektoren und Funkmelder

Der Name einer neuen Generation von Sensoren ist der „Falldetektor“. Registriert der Falldetektor, der am Körper getragen wird, eine Erschütterung wie bei einem Sturz, analysiert er die Ereignisse. Wenn in den nächsten 30 Sekunden keine Bewegung erfolgt, löst der Detektor einen Notruf über den Funksender aus. Einen besonderen Service für Schwerhörige bietet der Falldetektor ebenfalls. Der Detektor vibriert zuvor noch 10 Sekunden um einen Fehlalarm für Betroffene zu verhindern.

Funkmelder wie etwa der Funk-Rauchmelder warnen den Bewohner durch ein visuelles Signal für Gehörlose oder durch ein akustisches Signal vor einem Brand. Funk-Wassermelder lösen ein Notrufsignal aus, sobald sie mit Wasser in Verbindung kommen und werden an kritischen Stellen auf dem Boden platziert. Verlässt der Betroffene beispielsweise das Haus oder ein Fremder versucht sich Zugang von außen zu verschaffen, tritt der Funk-Kontaktmelder in Kraft. Dieser wird auch an riskanten Orten wie etwa auf dem Dachboden oder im Keller eingesetzt, um Unfällen vorzubeugen. Der Kontaktmelder wird an Türschlössern oder Fußmatten angebracht, um ein Notsignal auszulösen.

Benutzerfreundliche Computertechnik

Die Bedienung technischer Geräte kann mühsam werden, wenn im Alter die Feinmotorik und Sehschärfe nachlässt. Berührungsempfindliche Oberflächen (Touchscreen) bieten dagegen häufig Unterstützungsfunktionen. Vergrößerung von Bildschirmschaltflächen, haptisches und audio-visuelles Feedback, Sprachkommandos sowie Unterstützung der Gestensteuerung können Senioren mit eingeschränkten motorischen Fähigkeiten oder Sehschwächen erfolgreich unterstützen.

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